Letzter Waldtag am 25. Oktober 2016

 

Tagesablauf im Wald - Waldtag immer Dienstags von Ostern bis Oktober

 

8.30 Uhr Bollerwagen packen (Wasser, Handtuch, Waldseife, Müllbeutel, Toilettenpapier, Spaten, 1.Hilfe-Koffer, Sitzkissen, Plane, Werkzeugkoffer, Tier/Pflanzenbestimmungsbuch)

8.45 Uhr Wir laufen gemeinsam in den Wald und entdecken schon manches auf dem Hinweg

9.30 Uhr Ankommen im Wald, Morgenkreis mit Begrüßungsspiel, Waldregeln besprechen und anschließend Lager vorbereiten, dann Hände waschen

9:45 Uhr Aktivitäten und Entdeckungstouren durch den Wald, Gemeinsame Spiele. Wir bekommen besuch vom Förster, Naturführer und von der Imkerin

12:00 Uhr Gemeinsames Mittagessen

14.00 Uhr Sammeln und Abschlußkreis alle erzählen: "Was hat mir gefallen und was nicht"

14.15 Uhr Heimweg zur KITA mit dem Bus

15:00 Uhr Ankunft im KITA, umziehen und Händewaschen

 

 

Warum ist ein Waldtag sinnvoll für das Kind, was lernt es, welchen pädagogischen Hintergrund verbirgt sich dahinter?
Im Wald werden die Kinder auf vielfältiger Weise gefördert.

 

1. Motorik/Bewegung

Bewegung ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen und die Basis für die intellektuelle Entwicklung.

Im Wald hat das Kind durch ausreichen Raum, (anders als in einer Gruppe mit Kindern) ausreichend Bewegungsfreiheit. Das Kind kann sich austoben, ausleben und sich ausprobieren. Die Vielfalt des Geländes fördert die Körperbeherrschung und bietet Bewegungsanlässe. Dies ist gerade wichtig wenn wir betrachten, dass viele Kinder körperlich auffälligb sind. Davon haben 60% Haltungsschäden, 30% Übergewicht, 40% dazu noch Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen. Im Wald kann dies vorgebeugt werden, denn die Kinder haben die Möglichkeit zu klettern, balancieren, über Baumwurzeln zu springen, krabbeln, eigene Grenzen erfahren, eigenes Können und Belastbarkeit steigern und somit das Selbstbewußtsein zu steigern.

2. Sinne
Hören, riechen, sehen und fühlen wird im Wald gleichzeitig gefördert ohne zu überreizen. Es herrscht eine Ausgeglichenheit im Wald, von keinem zu viel. Die Kinder kommen im Wald im Gegensatz zum Kindergarten, zur Ruhe und können sich leichter konzentrieren. Das Beobachten der Natur, die sich immer wieder langsam verändert erfordert Geduld und entspricht genau dem Tempo der Kinder damit sie richtig lernen und begreifen können.

3. Fantasie und Kreativität

Im Wald gibt es keine Spielsachen, nichts ist vorgefertigt. Die Kinder beleben Stöcke, Zapfen etc. durch ihre Fantasie ein Baumstumpf wird z.B zum Herd ein Stück Rinde zum Teller usw. Fantasie ist die Vorrausserzung für das Lernen und im Wald können die Kinder diese ausleben. Auch der Sammeltrieb der im Kind angelegt ist kann befriedigt werden außerdem erfährt und erlernt das Kind die Namen von Tieren, Bäumen und Pflanzen.

4. Soziales Lernen/sprachlicher Umgang

Im Wald sind die Kinder viel mehr aufeinander angewiesen. Wollen sie z.B ein Waldhaus bauen so schafft man das nicht alleine. Die Kinder müssen sich gegenseitig unterstützen, sich absprechen und schaffen somit etwas gemeinsam. Das Gruppengefühl wird so viel stärker geprägt und empfunden. Regeln werden als Sicherheit und als etwas Notwendiges empfunden da diese Lebensnah und somit für die Kinder nachvollziehbar und erfahrbar sind.

5. Seele

Der Wald bietet Erholung, da keine Reizüberflutung stattfindet. Auch hat das Kind eine Auszeit vom Rollenfindungsprozess. Im Wald gibt es keine typischen Mädchen/Bubenspielsachen. Ebenso unterscheiden sich die Kinder Kleidungstechnisch kaum voneinander (alle haben Matschhose und Annorack an). Das Kind kann so seine Seele baumeln lassen. Ebenso kann es sich mit dem Wald

identifizieren, da der Wald so wie das Kind unverwechselbar und eigensinnig ist mit seinen verschiedenen Jahreszeiten und Witterungen. Das Kind erkennt seinen eigenen Ursprung des Daseins und das Wie, Warum und Weshalb kann nachgespürt werden. Die Kinder entwickeln mehr Selbstbewußtsein, da sie die Erfahrung machen, ich habe etwas geschafft oder gelernt. Auch gibt es im Wald keine aufgestauten Aggressionen und keine Druckentladung durch toben ist nötig, da das Kind sich frei bewegen darf und genügend Raum zur Verfügung hat.

Als Letzten Punkt wäre noch der Natur/Umweltschutz zu nennen. Ein Kind das die Natur erfährt, kennen- und schätzen lernt, wird sich auch als Erwachsener darum kümmern und sorgen.


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