Drei grundlegende Säulen unserer Krippenpädagogik nach Emmi Pikler

Sinnvolle Umgebung

Die Umgebung ist übersichtlich, geordnet und mit verschiedenen Materialen ausgestattet. So erfährt Ihr Kind Schutz, Geborgenheit und Sicherheit.

 

Freie Bewegungsentwicklung 

Der Raum bietet unterschiedliche Bewegungsanreize durch Treppen, Podeste u. ä. So kann jedes Kind anch eigenem Können diese Dinge ausprobieren und selbst erkunden.

 

liebevolle Pflege

Essen, Wickeln, Hände waschen sind keine schnelle Pflicht, sondern eine Kooperation mit Ihrem Kind.

Wir als Erzieher bringen Ihr Kind nicht in eine Lage, in die es selbst nicht gekommen wäre. Durch selbständiges Tun, wachsen Synapsen, die Muskeln bilden sich besser aus und das Kind erfährt für sich einen Lernerfolg – „learning by doing“.

 

Pädagogischer Ansatz im Krippenbereich

Bei den unter-Dreijährigen orientieren wir uns an der Sichtweise von Emmi Pikler. Pikler setzt auf den respektvollen Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern und die selbständige Entwicklung des Menschen. Zusammenfassend bedeutet dies, dass der Mensch von Geburt an Fähigkeiten hat, denen man Raum und Zeit zum Selbst-Probieren und Finden geben muss. Einen besonderen Augenmerk legen wir auf die Übergänge von Kinderkrippe in die Gruppe der Älteren und auf den Übergang vom Kindergarten in die Schule.

Unser Selbstverständnis geht davon aus, dass jedes Kind Ressourcen hat, die es zu erkennen und zu fördern gilt. Wir finden diesen Gedanken besonders für die zukünftigen Besucher und Besucherinnen unserer Einrichtung richtungsweisend. Es ist zu erkennen, dass diese oft nur über ihre Defizite definiert werden.

Unsere Grundlage ist eine strukturierte Beobachtung des einzelnen Kindes durch die Bezugspersonen (Erzieherinnen und Eltern), die Auswertung der Beobachtung im Team und die daraus resultierende individuelle Förderung.

Die Einrichtung soll allen Kinder ein Lernumfeld bieten, in dem sie für jetzige und zukünftige Lebenssituationen grundlegende Erfahrungen machen können:

hier werde ich gesehen und wertgeschätzt
ich kenne die Bezugspersonen und Strukturen und kann mich auf sie veralssen
ich lerne mich und andere kennen und kann mich als Individuum und als Teil einer Gruppe erleben
ich darf meinen Interessen nachgehen und Neues ausprobieren
ich werde unterstützt, wenn ich es möchte und brauche.

Kinder welche unsere Einrichtung besuchen, sollen neben den verlässlichen Bezugspersonen, Räume, Matierialen und Ausstattung vorfinden, mit denen sie ihre Kompetenzen, ihre Spiel- und Erfahrungsräume erweitern können.

Unsere Haltung zum Kind

Um dem Kind im Krippenalter ein entsprechendes Lernumfeld bieten zu können, haben wir folgende Haltung:

  • Das Kind wird sein Raum, sein Tempo und seine Zeit gelassen
  • Das Kind kommt in Ruhe an
  • Jede Interaktion wird sprachlich begleitet
  • Unsere Stimme ist ruhig, unsere Sprache deutlich
  • Unser Hände stets zärtlich
  • Wir halten das Kind nicht fest
  • Wir bieten dem Kind Trost an – zum Trösten setzen wir uns zum Kind auf den Boden
  • Wenn das Kind Hunger hat, bekommt es Essen
  • Das Kind darf sich beim Essen frei bewegen – Essen soll es ausschließlich am Tisch im Essbereich
  • Wir helfen dem Kind nicht beim Klettern, heben es nicht auf den Stuhl
  • Wenn das Kind müde ist, bringen wir es ins Bett
  • Wir wecken das Kind nicht
  • Wir lassen dem Kind und uns bei der Pflege Zeit
  • Wir planen unseren Alltag so, dass wir das Kind nicht zur Eile antreiben müssen
  • Wir leben dem Kind die Regeln unseres Miteinanders (Toleranz, Nächstenliebe, Restpekt, Achtung, Rücksichtnahme.. ) vor und erklären sie ihm in angemessener, altersentsprechender Weise.

 

Eingewöhnung

Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen. Die Eingewöhnung der unter Dreijährigen dauert in der Regel 4 – 6 Wochen und richtet sich nach dem Berliner Modell. In dieser Zeit wird den Eltern ermöglicht, die Einrichtung und deren Arbeit kennenzulernen und vertrauensvolle Beziehung zu den ErzieherInnen aufzubauen.

Die Dauer der Eingewöhnung der über Dreijährigen richtet sich nach einem im Team erarbeiteten Konzept, welches altersorientiert angewandt wird.

 

Gemeinsames Frühstück

Das Frühstück wird von unserem Personal zubereitet und Ihr Kind darf selbst wählen, was es Essen möchte. Wir bieten frisches Obst und Gemüse, frische Wurst, Marmelade, Müsli und Brot an.


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